Durch Selbstcoaching das Kreativitätspotenzial fördern

Coaching

Ob bei der beruflichen Neuorientierung oder beim Finden neuer Lösungen, Kreativität ist gefragt. Fördern Sie durch Selbstcoaching Ihr Kreativitätspotenzial und Antworten auf Ihre Fragen. Karrierecoach Daniela Schlick beschreibt für Sie mit „Image Streaming“ nach Dr. Win Wenger eine Coachingmethode, die Sie bei sich selbst anwenden können. Indem Sie Bilder strömen lassen entdecken Sie neue Einsichten, Möglichkeiten und Ideen außerhalb ihrer üblichen Denkschemata und Routinen.

Anleitung zum Selbstcoaching

Bevor Sie mit dem Selbstcoaching beginnen, atmen Sie einige Male sehr tief ein und lassen Sie die Luft „hörbar“ wieder aus den Lungen austreten. Nach einigen Atemzügen fühlen Sie sich erfrischt und aufgeladen. Wenn Sie nun ihr Kreativitätspotenzial nutzen wollen, lassen Sie Bilder strömen. Setzen Sie sich bequem hin und schließen Sie die Augen. Richten Sie an Ihr kreatives Zentrum eine Frage, die Sie bewegt (etwa: „wie kann ich das Problem xy lösen?“). Vermeiden Sie geschlossene Fragen. Lassen Sie alle Erwartungen los und sehen Sie einfach entspannt hin, was sich vor Ihren geschlossenen Augen abspielt.

Beschreiben Sie den Bilderstrom

Nun ist es wichtig, dass Sie den Bilderstrom laut beschreiben und zwar im Präsens (Gegenwartform) – sei es einem Diktiergerät oder einer Person ihres Vertrauens, die Ihre Angaben notiert. Sobald sich ein Wahrnehmung in Ihrem Bewusstsein festigt, beginnen Sie mit der Beschreibung – egal, wie diffus sie noch ist: Durch das Beschreiben wird das Bild klarer. Beschreiben Sie mit allen Sinnen, d.h. wenn Sie beispielsweise eine Blume sehen, benennen Sie die Farbe, beschreiben Sie den Duft und wie sich die Blätter anfühlen. Vielleicht hören Sie sogar das Summen einer Biene. Kurz gesagt erzählen Sie alle Details, die Sie wahrnehmen.

Sollten Sie Probleme haben, Bilder auf Anhieb wahrzunehmen, so stellen sie sich einfach einen Ihnen vertrauten Raum vor und sehen zu, was sich vor Ihrem inneren Auge entwickelt. Mit der Zeit sind Sie dann bereit für spontane Bilder, die aus dem Nichts heraus in Ihrem Geist auftauchen. Vertrauen Sie darauf, dass Ihr eigenes inneres kreatives Zentrum die Antwort auf die Frage kennt. „Der einzige Fehler, den Sie machen können, ist zu zögern, aufzuhören oder zu korrigieren. Das würde bedeuten, dass der Unterdrücker in Ihrem Geist am Werk ist“ schreibt Win Wenger.

Kreativitätszentrum liefert Hinweise zur Lösung

Die Antwort erfolgt manchmal auf unterwartete Weise. Es beweist, dass Ihr Unterdrücker schläft. Was auch immer Sie sehen mögen, bleiben Sie vollkommen offen. Lassen Sie die Bilder einfach fließen, dem Kreativitätspotenzial freien Lauf. Auch wenn es nur Muster sind, oder scheinbar „verrückte“ Bilder.  Hören Sie erst auf, wenn der Bilderstrom leergelaufen ist. Lassen Sie sich Ihre Beschreibung vorlesen oder spielen Sie die Aufnahme ab. Assoziieren Sie dann mit Ihrem Wachbewusstsein, was Sie mit den Bildern verbinden. Daraus ergibt sich meist ein ziemlich klares Bild dessen, was Ihr Kreativitätszentrum Ihnen als Hinweis zur Lösung des Problems sagen will.

Zur Autorin:

Daniela Schlick, Karrierecoach