Weiterbildung – Teil verantwortungsvoller HR-Arbeit

Jede Wissensgesellschaft basiert auf dem Anliegen, dass es neben der Bildung vor dem Berufseintritt, vielfältige Angebote zur Weiterbildung im Bezug auf aktuelle Entwicklungen und zur Erhaltung oder Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit gibt. Erfreulicherweise haben die Weiterbildungsaktivitäten in Form von Kursen und Schulungen in den letzten Jahren deutlich zugenommen, wie wir Personalberater beobachten.  Die Erwachsenenbildungserhebung (2011/2012) von Statistik Austria liefert dazu Zahlen: Im Vergleich zu 2007 stieg die Quote für Weiterbildung bei Personen im Haupterwerbsalter um 6 Prozentpunkte auf 45,5%. Weiterbildung gewinnt also an Bedeutung und wird heute von Betrieben und den Mitarbeitern zu gleichen Teilen angeregt.

Verbesserung von Wissen und Qualifikation

Trotz wirtschaftlich schwierigeren Zeiten bleiben die Budget für Weiterbildung in Unternehmen relativ konstant. Doch unsere Erfahrung aus der Personalberatung Situation zeigen, die Prioritäten verschieben sich. In Zeiten des Sparens wird hauptsächlich in den Bereichen qualifiziert, die Beschäftigte für ihre unmittelbare Tätigkeit brauchen. Bei Investitionen, die auf langfristige Entwicklung abzielen, wie die Persönlichkeitsentwicklung wird gespart. Betroffen sind da etwa Angebote für das Zeit- und Selbstmanagement, bewusstseinsbildende Weiterbildungen z.B. Gender/Diversity oder dem Gesundheitsbereich u.a.

Spitzenreiter und Tabu-Angebote

Angebote zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz finden sich in sehr vielen Betrieben und diese sind auch stets gut besucht. Im Gegensatz dazu werden Angebote zur Burn-Out-Vorbeugung weniger oft angeboten und dort wo es sie gibt, werden sie kaum angenommen. Dabei sollen bis zu zehn Prozent der Erwerbstätigen von Burn-Out betroffen sein. Da liegt  für uns als Personalberater die Vermutung nahe, dass es mancherorts ein Versäumnis in der internen Kommunikation gibt, um mögliche Vorbehalte auszuräumen.

Verantwortungsvolle HR-Arbeit

Qualifizierung rechnet sich: Mitarbeiter werden an Unternehmen gebunden und Maßnahmen in Work-Life-Balance steigern die Produktivität. Zudem zeugt die Entwicklung von Mitarbeitern von einem verantwortungsvollen Personalmanagement, was der Aufmerksamkeit von Seiten der Investoren, der Kunden und der Mitarbeiter nicht entgeht und dadurch zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor wird. Jüngste Ergebnisse der Boston Consulting Group zeigen, dass der Umsatz jener Betriebe, die in neue MitarbeiterInnen investieren, diese gut integrieren und ans Unternehmen binden, 2,5-mal schneller wächst als von Unternehmen, die dies nicht tun.

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