Nachfragen bei Bewerbungen, drängeln erlaubt?

Bewerbungen nachtelefonieren

In Bewerbungen steckt Arbeit und Hoffnung. Bewerber strengen sich an, alle relevanten Informationen für eine Vakanz  in einer angemessenen Zeit zusammen zu tragen und zu versenden. Im Gegenzug erwarten sie sich eine schnelle und aussagekräftige Antwort auf ihre Bewerbung. Beides erfüllt sich häufig nicht. Viele Bewerber sind unschlüssig, ob sie beim Wunscharbeitgeber drängeln können – oder es  besser lassen sollen. 

Nachfragen bei Bewerbungen zeugt von Interesse

Etwas Zeit sollten dem Personaler schon eingeräumt werden, die Bewerbungen sorgfältig zu prüfen und die Kandidaten untereinander zu vergleichen. Hat man nach sieben bis zehn Arbeitstagen noch gar keine Information vom Unternehmen bekommen, kann man ohne weiteres einmal nachfragen.

Wer den telefonischen Kontakt zum Unternehmen aufnimmt, muss sich vor Augen halten, dass der Bewerbungsprozess im vollen Gange ist. Der Bewerber telefoniert wahrscheinlich mit dem Personalentscheider, einen guten Eindruck zu machen, ist also von enormer Wichtigkeit.

„Ich wollte nur fragen, ob meine Bewerbung angekommen ist?“ ist eine absolute No-Go Floskel, die Bewerbern mehr schadet als nützt.  Sehr wohl kann man aber danach fragen, ob noch weitere Informationen benötigt werden, um zu einer Entscheidung zu kommen. Oder etwa danach, ob weitere Auswahlverfahren geplant sind, oder bis wann mit einer Entscheidung gerechnet werden kann. Ein gewisses Maß an Sensibilität ist beim Nachfassen auf jeden Fall gefragt.  Besonders unangenehm fallen Kandidaten auf, die auf eine Entscheidung drängen. Etwa mit den Worten „wissen Sie ich habe ein Angebot von einem anderen Unternehmen und muss mich langsam entscheiden..“

Absage statt Einladung

Ob nach schriftlichen Bewerbungen oder  nach einem Vorstellungsgespräch wenn der Absagebrief kommt, erzeugt das bei jedem Bewerber negative Gefühle. Jetzt ist es wichtig, dass man die Absage keinesfalls als persönliche Niederlage betrachtet und sich nicht entmutigen lässt. In den seltensten Fällen teilen Unternehmen ihren Bewerbern in ihrer Post einen Grund für die Absage mit. Ein selbstkritisches Hinterfragen, ob die eigenen Qualifikationen wirklich zu der Stelle passen, auf die man sich beworben hat, ist auf jeden Fall anzuraten. Kommt die Absage nach einem Interview, könnte die Selbstpräsentation  den Ausschlag dazu gegeben haben. Insbesondere wenn es vermehrt zu Absagen kommt, kann es sinnvoll sein, nach den Gründen zu fragen. Eine Erläuterung, was letztlich zur Absage geführt hat, kann jeder Bewerber einfordern. Dabei sollte man aber keinesfalls den Eindruck erwecken, man zweifle die Entscheidung an.  Auch muss man damit rechnen, dass nicht überall bereitwillig Auskunft gegeben wird. Da wo man sich aber die Zeit nimmt, kommen Bewerber ihrem Ziel einen Schritt näher und bleiben auch in Erinnerung.

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