Selbstcoaching – Achtsamkeitscheck

Selbstcoaching

Die WHO ist sicher, dass Stress die größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts ist. Viele Belastungen kehren täglich wieder. Dieselben Menschen, Situationen, Reize, Aufgaben, Sorgen und Ängste stressen uns. Betroffene büßen Lebensfreude, Tatendrang und Energie ein. Daniela Schlick wird häufig mit den sehnlichsten Wünschen gestresster Menschen konfrontiert:  Gelassenheit, innere Balance und ein guten Umgang mit sich selbst, werden hier sehr häufig genannt. Ein Weg aus dem Teufelskreis führt über Achtsamkeit, weiß die Beraterin und stellt in diesem Artikel eine Methode zum Selbstcoaching (Achtsamkeitscheck) vor.

Achtsamkeit  ist ein Zustand, bei dem die Aufmerksamkeit bewusst weniger auf ein definiertes Ziel als auf das Hier und Jetzt  gerichtet ist. Es ist eine offene, annehmende und freundliche Einstellung gegenüber all dem, was sich im gegenwärtigen Moment zeigt. Achtsam handelt, wer sich voll und ganz dem zuwendet, was gerade passiert, ohne die Begebenheiten oder akute Gedanken zu bewerten. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass Achtsamkeit Stress wirksam reduziert.

Jeder Mensch hat es selbst  in der Hand. Durch Achtsamkeitsübungen kann mehr innerer Raum entstehen, der es ermöglicht, sich vom „Getriebensein“ durch äußere Bedarfe zu lösen. Mehr  Selbstfürsorge wird möglich, Spannungen werden  abgebaut und damit neue Möglichkeiten geschaffen. Um in eine achtsame Haltung zu kommen, ist Übung nötig.

Methode Selbstcoaching – Achtsamkeitscheck

Bitten Sie eine befreundete Person, Ihnen im Zeitraum von drei Wochen  täglich, zu unterschiedlichen Tageszeiten eine Kurznachricht  mit vereinbartem Inhalt zu schicken.

Jedes Mal, wenn Ihnen eine Nachricht zugestellt wird, notieren Sie drei Minuten lang, alles was Ihnen gerade durch den Kopf geht you could check here. Durch dieses „Abstoppen“ ihres unentwegt laufenden meist unbewussten und meist destruktiven (!) Gedankenkarussells entwickeln Sie nach dem ersten „AHA“ ein Gefühl für das mitunter teuflische verselbständigen Ihrer Gedanken.

Energie folgt der Aufmerksamkeit, diese ist keine neue Erkenntnis, aber manchmal wird vergessen, dass die Ausrichtung unserer Aufmerksamkeit in einer automatisierten unbewussten Schleife gefangen sein kann.  So kann es passieren, dass ungewünschte Gedanken Gefühls- und Verhaltensmuster schaffen oder verstärken.

Im ersten, wichtigsten Schritt findet das „AHA“ statt, im zweiten Schritt kann das aktive Eingreifen in den verselbständigten (und durch das Erkennen bereits verlangsamten) Gedankenstrom erfolgen. Das geschieht durch bewusstes Einsetzen anderer, konstruktiver, angenehmer Gedanken. Wenn Sie sich über Ihre Gedanken interpretierende und bewertende (konstruktive) Gedanken machen, ist das Selbstreflexion. Reine Selbstbeobachtung ist jedoch nicht weniger effektiv und ebenso eine gute Voraussetzung für eine verbesserte Selbstführung.

Zahlreiche kurze Achtsamkeitsübungen zur Wahrnehmung von Körper und Gedanken finden sich im Internet. Die Anwendung ist in den meisten Fällen jederzeit möglich und kann gut in den Arbeitsalltag integriert werden. Schon wenige Minuten Achtsamkeitstraining pro Tag reichen, um eine Knautschzone gegen Arbeitsstress zu schaffen.

(Methodenquelle: Wiener Coachingmodell)