Jobfrust – bleibt nur das Gehen?

Karrierecoaching

Jobfrust kommt auf, wenn Glück nicht mehr zu erreichen ist. Wer ständig unzufrieden ist, bewegt sich immer mehr in einer Abwärtsspirale. Frustrierte Beschäftigte klagen häufig über mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten, die schlechten Arbeitsbedingungen, den fehlenden Sinn in ihrer Tätigkeit uvm. „Menschen, die im Job frustriert sind neigen oft entweder zur Resignation oder zur Panik“ weiß Daniela Schlick, Karrierecoach.

Jobfrust zeigt sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Die „Totsteller“ riskieren langfristig, krank zu werden. Die „Panikschieber“ sind oft verzweifelt, weil sie nach dem Jobwechsel auch nicht unbedingt zufriedener sind und im Karrierealltag wieder auf die gleichen Probleme stoßen. Zugegeben es erfordert Mut, etwas Bekanntes aufzugeben. Aber es bedeutet eben auch ein Risiko zu bleiben und etwas zu tun, worunter man leidet. Zufriedenheit und Erfolg stellen sich nur ein, wenn Menschen Spaß an ihrem Job haben. Mein Tipp: Nehmen Sie sich Zeit für Selbstreflexion. Setzen Sie sich mit der Frage auseinander: Was mache ich aus meinem Leben. Dafür eignet sich u.a. die Methode „Meine Erfolgsgeschichten“.

Meine Erfolgsstories (Teil 1-7)

Holen Sie sich Erinnerungen an die Ereignisse hervor, als Sie etwas Wichtiges erreichten und das Gefühl des Erfolges genossen. Es können durchaus auch kleinere Episoden des Erfolgs sein, an die Sie sich gerne erinnern. Etwa wie Sie sich im Training überwinden mussten, um dann den Hürdenlauf meisterten. Oder der große Erfolg, als Sie ein Projekt, das an der Kippe stand, erfolgreich zum Ziel geführt haben. Spüren Sie Ihrem Erfolgsgefühl nach. Finden Sie Beispiele aus Ihrer Berufslaufbahn und aus anderen Bereichen (Ehrenamt, Verein). Nehmen Sie sich Zeit für diese Übung. Sie müssen die Aufgabe nicht an einem Tag erledigen. Vielleicht fallen Ihnen die besonderen Momente erst nach und nach ein.

Was haben Sie getan?

Schreiben Sie, so viel auf wie Ihnen dazu einfällt. Wie war die jeweilige Situation? Wer war alles beteiligt? Was war Ihr Ziel? Was haben Sie getan? Beschreiben Sie die Herausforderung, die es zu lösen galt.

Mein Erfolg

Was macht es aus, dass Sie dieses Erlebnis eine Erfolgsgeschichte nennen? Was haben Sie erreicht? Was macht es aus, dass Sie dadurch ein Gefühl der Zufriedenheit erreichten? Vielleicht haben Sie einen persönliche Grenze überwunden, eine Herausforderung angenommen und erfolgreich zu Ende gebracht? Wer aller hat Ihren Erfolg gewürdigt?

Analyse

Befinden sich in Ihrem „Erfolgsband“ mehr Geschichten aus Ihrem Berufs- oder aus Ihrem Privatleben? Beziehen sich die Beispiele aus Ihrer Berufslaufbahn mehr auf Ihre derzeitige berufliche Situation oder auf frühere Anstellungen? Oder stammen die Beispiele vielleicht aus einem ganz anderen Kontext? Wie ist Ihr Gefühl, wenn Sie sich an diese Momente erinnern? Es ist von hoher Wichtigkeit, dass Ihnen bewusst wird, dass Sie eine ganze Reihe Erfolge in Ihrem Leben gefeiert haben. Seien Sie stolz auf sich!

Wenn sich herausstellt, dass Ihre Erfolge wenig oder gar nichts mit Ihrem derzeitigen Job zu tun haben, fragen Sie sich, wo Sie ein Gefühl der Zufriedenheit mit Ihrem Tun hernehmen. Wenn sich das Gefühl der Zufriedenheit in Ihrem derzeitigen Job nicht einstellen will – Jobfrust deutlich wird – dann überlegen Sie sich, was der Grund dafür sein kann. Können Sie etwas ändern, um mehr Erfolgsgefühl zu bekommen? Möglicherweise wollen Sie die Konsequenzen ziehen und einen anderen Job suchen?

Merken

Merken

Merken

Merken