4 Schritte zum Kern Ihrer Arbeitgebermarke

Employer Brand

Durch die Vergleichbarkeit im Internet und der Fachkräfteverknappung, sind Unternehmen gezwungen, sich mit ihrer Arbeitgebermarke auseinander zu setzen. Betriebe investieren viel in ihre Employer Brand und dennoch bleiben wesentliche Fragen für Außenstehende  unbeantwortet und eine echte Differenzierung verborgen.

WER, WAS, WEN, WIE und WARUM?

Auf das WER macht WAS finden potenzielle Mitarbeitende im Internet rasch antworten. Um Talente anzuziehen, muss aber noch deutlicher werden, für WEN das Unternehmen etwas erreichen will. Ebenso bleiben die Fragen nach dem WIE und dem WARUM –  die eine echte Unterscheidung ermöglichen – oft unbeantwortet.  Werte, die sich Unternehmen an die Fahne heften,  gleichen häufig nur leeren Hülsen. Sie werden so oft gelesen, dass sie nicht mehr wahrgenommen werden und somit ihre Wirkung verfehlen.  Spitzenreiter in der 08/15 Wertetabelle von mittelständischen Unternehmen sind:

Qualität, Zuverlässigkeit, Innovation, Kundenorientierung, Nachhaltigkeit, Kompetenz, Vertrauen, Respekt, Umweltbewusstsein.

Bedeutungsvolle, starke Werte

Zielgerichteter  kommunizieren Unternehmen, wenn Werte konkret d.h. bedeutungsvoll und inspirierend sind.  Starke Werte sind ursächlich im Unternehmen begründet und werden mit den eigenen Leistungen in Verbindung gebracht. Sie lassen sich vom Unternehmen durch Beispiele belegen. Das Wichtigste aber: Sie sind für Ihre Mitarbeitenden in spe entscheidungsrelevant.

Das Fundament  Ihrer Arbeitgeberattraktivität?

Schritt für Schritt müssen Sie das Bewusstsein dafür schärfen,  was Sie als  Arbeitgeber attraktiv macht. Bestimmte Werte liegen allen Plänen, Entscheidungen und Handlungen zugrunde.  Idealerweise bilden Sie für den Prozess eine kleine abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe.

  1. Sammeln Sie Werte, die Ihnen im Zusammenhang mit dem Unternehmen einfallen. Überlegen Sie gemeinsam, welche Werte für Ihr Unternehmen wirklich Bedeutung haben. Welche Werte teilt Ihr Unternehmen mit seinen Stammkunden? Welche Anekdoten (Erfolge oder bewältigte Krisen) erzählen Sie, Ihr Team oder Kunden über das Unternehmen und welche Werte verbergen sich darin? Was schätzen Ihre Mitarbeitenden an Ihrem Arbeitgeber?
  2. Gruppieren sie dann verwandte Werte und reduzieren Sie die Auswahl auf etwa 15 Begriffe, die Ihr Unternehmen besonders gut charakterisieren. Achten Sie bei der Selektion darauf, die gewichtigen Werte herauszufiltern. Also z.B. Werte, die auch harte Zeiten überstehen.
  3. Für jedes Unternehmen ist es wichtig zu wissen, welche Bedürfnisbereiche es bei seinen Mitarbeitenden bedient und welche Werte dem entsprechen. Ordnen Sie nun alle Werte Bedürfnissen zu:

  

Bedürfnisbereiche 

beispielhafte Werte
Sicherheit gewinnen Familie , Glaubwürdigkeit , Kontinuität,…
Von Bedeutung sein Dominanz, Expertise, Stärke , …
Verbundenheit Ehrlichkeit, Herz, Respekt, …
Wunsch nach Veränderung Courage, Dynamik, Mut, …
Streben nach Wachstum Intuition, Vielfalt, Spaß, …
Einen Beitrag leisten Aufrichtigkeit, Hingabe, Loyalität,…

 

  1. Spalten Sie nun Ihre Werte ein letztes Mal auf und zwar in
  • Funktionale Unternehmenswerte (z.B. Effizienz, Vernunft..)
  • Emotionale Unternehmenswerte (Einfühlungsvermögen, Loyalität… )
  • Kernwerte des Unternehmens (Ehrgeiz, Raffinesse…)

Sie haben nun Ihre wahren Alleinstellungsmerkmale herausgearbeitet. Diese Schritte  bietet die Grundlage für Ihre Wertebotschaften und die strategische Positionierung.  In der Folge können Ihre Zielgruppen Kurs auf Ihre Arbeitgebermarke nehmen.

Mehr Input zum Thema Employer Branding, Visualisierung von Werten und Zielgerichteter Kommunikation gibt’s z.B. bei http://www.wertekommunikation.info oder https://menschmark.me/buckmannboxt

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