Ablauf und Zweck eines Mitarbeitergesprächs

Mitarbeitergespräch

Gastbeitrag des VFR Verlag für Rechtsjournalismus

Es gehört zu einer gesunden Unternehmenskultur, in regelmäßigen Abständen oder zu besonderen Anlässen das Gespräch mit den Angestellten zu suchen. Führungskräfte wissen, wie wichtig die Zufriedenheit der Mitarbeiter für die Arbeitsatmosphäre und das Image der Organisation sein kann. Gleichzeitig dient der Kontakt ggf. dazu, Kritik zu äußern, Konfliktpotenzial zu senken, neue Ziele zu vereinbaren und Leistungen zu reflektieren.

Mehr Informationen (inklusive Checkliste) zum Mitarbeitergespräch sind auf arbeitsvertrag.org nachzulesen.

Zweck des Mitarbeitergesprächs

Der Zweck des Gesprächs bestimmt auch dessen Form, Inhalte und Ablauf. Das Mitarbeitergespräch am Ende des Jahres oder einer wichtigen Periode (z. B. Probezeit) dient dazu, die Leistungen des zurückliegenden Zeitabschnitts zu reflektieren und künftige Projekte oder Themen abzustecken. In einem reinen Anerkennungsgespräch geht es in erster Linie darum, den Mitarbeiter zu bestärken. Wertschätzung kann wahre Wunder bei der Mitarbeitermotivation bewirken.

Etwas sensibler sind Kritik- oder Konfliktgespräche zu handhaben, in denen schlechte Leistungen oder Fehlverhalten angesprochen oder Streitpunkte zwischen Kollegen durch Mediation beigelegt werden können. Rein praktischer Natur ist das Mitarbeitergespräch, wenn es darum geht, Informationen (z. B. wichtige Entscheidungen aus der Führungsebene) oder neue Pläne zu teilen. Ähnlich verhält es sich, wenn Mitarbeiter nach einer Auszeit (z. B. nach langer Krankheit oder Elternzeit) an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.

So läuft das Mitarbeitergespräch ab

Ein gut vorbereitetes Personalgespräch beginnt mit einer kurzen Einführung, in der die Themen und Ziele der Unterhaltung kurz umrissen werden. Dies ist ein wichtiger Schritt, der dazu genutzt werden sollte, die Spannung etwas zu lösen und eine gute Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Den Grund bzw. den Anlass sollten Führungskraft und Angestellter bereits kennen. Je nach Art und Zweck läuft das klassische Mitarbeitergespräch folgendermaßen ab:

  1. Gesprächseinstieg: Es werden zunächst formale Aspekte geklärt wie zeitlicher Umfang und Themen des Gesprächs.
  2. Wertschätzung: Selbst wenn es sich um ein Kritikgespräch handelt, kann die Situation durch kleines Lob etwas entschärft werden.
  3. Selbsteinschätzung: In der Regel wird zunächst dem Mitarbeiter Gelegenheit gegeben, seine Leistungen zu reflektieren und eigene Kritikpunkte anzusprechen.
  4. Feedback: Nun ist der Vorgesetzte gefragt. Er kann direkt an die Selbsteinschätzung des Angestellten anknüpfen und gezielt darauf eingehen. Wo es möglich ist, wird die Selbsteinschätzung des Mitarbeiters bestärkt. Aber auch Kritik ist an dieser Stelle wichtig.
  5. Ziele: Was soll sich ändern und bei welchen Leistungen heißt es „Weiter so!“? Das sollte im Anschluss an das Feedback besprochen werden. Es ist hilfreich, konkrete Ziele oder sogar Maßnahmen zu vereinbaren.
  6. Abschluss: Sicherlich haben sich seitens des Mitarbeiters im Laufe des Gesprächs noch einige Fragen ergeben, die nun geklärt werden sollten. Idealerweise fasst der Vorgesetzte die wesentlichen Punkte zuletzt noch einmal kurz zusammen.

Alle Beteiligten sind gut beraten, wenn sie sich auf das Mitarbeitergespräch vorbereiten. Nur so kann dieses auch als Chance genutzt werden.

Der VFR Verlag für Rechtsjournalismus hat vor kurzem einen informativen und kostenfreien Ratgeber zum Thema “Mitarbeitergespräch: Ablauf, Tipps und Inhalte”   veröffentlicht. Hier finden Interessierte einen transparenten Überblick über folgende Aspekte: 

  • Was genau ist ein Mitarbeitergespräch eigentlich?
  • Ablauf und Leitfaden
  • Tipps für das Personalgespräch uvm. 

Hier geht es zu dem Ratgeber: https://www.arbeitsvertrag.org/mitarbeitergespraech/